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Warum einen Sportmundschutz?

Das Tragen eines Mundschutzes stellt eine wirkungsvolle und zugleich einfache Schutzmaßnahme zur Vorbeugung von sportbedingten Zahn-, Mund- und Kieferverletzungen dar. Vergleichsstatistiken zeigen, dass das Risiko bis um den Faktor 60 reduziert werden kann. Neben der Schutzwirkung für die Zähne und die Mundschleimhaut wird gleichzeitig die Wahrscheinlichkeit einer Verletzung der Lippen, der Zunge, des Ober- und des Unterkiefers sowie der Kiefergelenke gesenkt.

Eine wichtige Funktion des Mundschutzes besteht im Abfangen der Kräfte, die auf den Unterkiefer einwirken und auf den Schädel übertragen werden. Dadurch wird nachweislich auch das Risiko vermindert, eine Gehirnerschütterung zu erleiden.

Fakten zum Thema Mundschutz

Hockey

Ein Sportmundschutz wird empfohlen für

- Fußball
- Handball
- Basketball
- Inline-Skating
- Skate-Boarding
- Radfahren, besonders Mountain-Biking
- Reiten
- Wintersport
- Boxen
- Kampfsport
- Eishockey
- Feldhockey
- Geräteturnen
- American Football
- Rugby
- Wasserball

Anforderungen an einen funktionellen Mundschutz

verschiedene Arten eines Sportmundschutzes

Herstellungsart Komfort und Schutz
Individuell angefertigt: dieser Mundschutz bietet den größten Komfort, die beste Paßgenauigkeit und den besten Schutz. Ein Besuch bei Ihrem Zahnarzt oder Kieferorthopäden ist nötig. Dort wird ein Abdruck vom Ober- und Unterkiefer genommen und der Mundschutz kann individuell vom Zahntechniker angefertigt werden. Atmung und Sprache werden so am wenigsten beeintächtigt. Nach Vergleichsstatistiken ist das Verletzungsrisiko mit individuellem Mundschutz um den Faktor 60 geringer.
Im Mund geformt: bei dieser Möglichkeit wird ein fertiger Mundschutz erhitzt, dann in den Mund gesetzt und an die Zähne angepasst. Nach einiger Zeit kann er allerdings spröde werden; ausserdem ist er für Spangenträger nicht geeignet.
Bereits vorgefertigt: die preisgünstigste Variante, die in jedem guten Sportgeschäft erhältlich ist. Dieser Mundschutz bleibt jedoch nur solange im Mund, wie dieser geschlossen ist und man kann kaum etwas an ihm verändern, damit er individuell passt.

Fazit: Ein Mundschutz, insbesondere wenn er individuell hergestellt wurde, kann nach wissenschaftlichem Ermessen sportbedingte Verletzungen im Zahn-, Mund- und Kieferbereich verhindern oder deren Ausmaß deutlich einschränken. Während die betreuenden Ärzte und Zahnärzte beratend zur Seite stehen und Hilfe bei der Eingliederung des Mundschutzes anbieten, sollte es im Interesse der Eltern, der Trainer und der Sportler liegen, den relativ geringen Aufwand auf sich zu nehmen, um das höchste Gut eines jeden Menschen — seine Gesundheit — zu schützen.

Natürlich ist es bei Jugendlichen nötig, den Zahnschutz an das Wachstum anzupassen. Dies hängt vom Alter, individuellem Kieferwachstum und Gebissentwicklung ab. Regelmäßige Kontrollen des Mundschutzes sollten zusammen mit den üblichen Routineuntersuchungen beim Zahnarzt oder Kieferorthopäden erfolgen.

Die Kosten für die Anfertigung eines hochwertigen individuellen Mundschutzes liegen zwischen 150 und 200 EUR.

Pflege und Aufbewahrung eines Sportmundschutzes

Nach jedem Gebrauch sollten die Mundschutzschienen mit Zahnbürste und Seife gereinigt sowie mit klaren Wasser ausgespült werden. Um die Flexibilität und Festigkeit der Schienen zu erhalten, empfiehlt es sich, diese feucht aufzubewahren, z.B. in einer antiseptischen Mundspüllösung in festen, verschließbaren Kunststoffbehältern.

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