Wozu eine Bracketumfeldversiegelung?

Eine der wichtigsten Patientenaufgaben während einer Behandlung mit einer festsitzende Zahnspange ist neben der Mitarbeit eine konsequente tägliche Zahnpflege. Bei einer festsitzenden Behandlung besteht keine Gefahr für den Zahnschmelz, solange gewissenhaft alle Beläge um die Brackets herum entfernt werden. Verbleiben die Beläge aber über eine längere Zeit auf dem Zahnschmelz, so kommt es zu einer dauerhaften Entmineralisation des Schmelzes. Es entstehen unschöne weiße bis bräunliche Flecken auf dem Zahn, so genannte Entkalkungen. Sie lassen sich nicht mehr entfernen, verbleiben also dauerhaft auf dem Zahn. Wenn vorhanden, sieht man diese Entkalkungen am ehemaligen Bracketrand, vor allem im Bereich zwischen Bracket und Zahnfleischsaum.

Um die Gefahren einer Entmineralisation des Zahnschmelzes auf ein Minimum zu reduzieren, besteht die Möglichkeit, die zur Lippe und zur Wange hin gelegenen Zahnflächen vor dem Bracketaufsetzen mit einem fluoridabgebenden Lack zu versiegeln. Diese Versiegelung befreit aber natürlich nicht vor der Notwendigkeit der gründlichen Zahnpflege. Sie soll lediglich das Risiko des Auftretens von Entkalkungen minimieren.

Die Bracketumfeldversiegelung ist eine private Zusatzleistung, die im Rahmen der kassenzahnärztliche Versorgung eine ausreichende, zweckmäßige und wirtschaftliche Versorgung übersteigt.

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