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Tipps für die erste herausnehmbare Zahnspange

Da es zu Beginn oft schwierig ist, mit einer Spange im Mund zu sprechen, solltest Du Sprechübungen durchführen. Lautes Vorlesen ist eine gute Übung.
Wird die herausnehmbare Zahnspange nicht benutzt, sollte sie in der Dose aufbewahrt werden. Mit einer Zahnbürste und Zahnpasta muss die Spange mindestens einmal pro Tag gründlich gesäubert werden. Zusätzlich sollte sie zweimal im Monat einige Stunden in verdünntem Essig liegen und anschließend gut mit Zahnpasta geputzt werden, um hartnäckige Beläge zu entfernen. Sollte im Haushalt ein Ultraschallgerät vorhanden sein, kann die Zahnspange darin regelmäßig gereinigt werden. Reinigungstabletten (Kukis) dürfen nur gelegentlich angewendet werden, weil sie den Kunststoff und die Drähte angreifen.
Ohne Zahnspange werden die Zähne von den Fasern des Zahnhalteapparates schnell wieder in ihre alte Stellung zurückgezogen. Aus diesem Grund sollte die Zahnspange regelmäßig täglich nach Anweisung getragen werden. Die meisten herausnehmbaren Zahnspangen sollen nachmittags und nachts, also insgesamt etwa 15-16 Stunden am Tag, getragen werden. Bei einigen Zahnfehlstellungen, z. B. der Überstellung eines Kreuzbisses oder unmittelbar nach Entfernen der festen Zahnspange, müssen sie auch ganztags, außer beim Essen und Zähneputzen, getragen werden.
Wurde die Zahnspange einige Tage nicht getragen, ist ein erneuter Besuch beim Kieferorthopäden meist unvermeidlich, wenn das Einsetzen Schwierigkeiten bereitet. Auf keinen Fall darf die Spange mit Gewalt auf die Zähne gezwängt werden.
Der Kieferorthopäde muss regelmäßig aufgesucht werden, um die Spange zu kontrollieren und gegebenenfalls nachzustellen. Werden Termine versäumt, kann eine Verlängerung der Behandlungsdauer die Folge sein.
Fällt eine abnehmbare Zahnspange während des Schlafes häufig aus dem Mund, ist nicht selten die Tragezeit während des Tages zu kurz. Zunge und Mundmuskulatur sind dann nicht ausreichend trainiert und an die Spange gewöhnt. Bei Trägern eines Positioners empfehlen wir für wenige Tage einen Pflasterstreifen für sensible Haut vor dem Schlafen senkrecht über die Lippen zu kleben.


Tipps für das Zähneputzen,besonders mit Brackets

Kleine Rüttelbewegungen mit der Zahnbürste sind wichtig, vor allem um die Brackets herum, wo sich bei oberflächlichem Putzen leicht Entkalkungen und Karies bilden können. Mit einer elektrischen (Schall-)Zahnbürste klappt das bei manchen Patienten besser als mit der normalen Handzahnbürste.
Ein wichtiges Hilfsmittel ist außerdem die Einbüschelbürste (erhältlich in Apotheken), mit der man die schwer erreichbaren Nischen rund um die Brackets erreicht.
Nach jeder Hauptmahlzeit sollten die Zähne geputzt werden, abends unmittelbar vor dem Schlaf besonders gründlich. Sollten säurehaltige Speisen oder Getränke verzehrt worden sein (Früchte, Fruchtsäfte, Limonaden) erst nach ca. 30 Minuten die Zähne putzen, weil der Zahnschmelz minimal angelöst wurde und erst vom Speichel remineralisiert werden sollte. Evtl. ist ein zahnfreundliches Kaugummi direkt nach dem Essen zunächst geeigneter als die Zahnbürste.
Die Uhr stellen und mindestens drei, besser fünf Minuten lang gründlich putzen. Dort, wo der Zahnbelag entfernt wurde, haben die Bakterien über Stunden keine Chance zur Säurebildung!
Sinnvoll für alle Patienten mit Brackets: Täglich abends nach dem Putzen 30 Sekunden intensiv Spülen mit einer Fluorid-Mundspüllösung, um den Zahnschmelz über Nacht zu härten und ihn so besser vor den nächsten Säureattacken zu schützen.
Auf Softdrinks (Cola, Limos), aber auch unverdünnte Frucht- und Multivitaminsäfte sollten Patienten mit fester Zahnspange weitgehend verzichten, zumindest aber sie keinesfalls Schluck für Schluck über einen längeren Zeitraum zwischendurch trinken. Warum? Die Kombination aus Säuren plus Zucker aus diesen Getränken wirkt fatal auf den Zahnschmelz.

Unser Tipp:

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