Innenliegende Zahnspangen - von außen unsichtbar

Bei der Lingualtechnik werden die Brackets auf der Zungenseite der Zähne - von außen nicht sichtbar - befestigt. Sie erlaubt wie eine herkömmliche feste Zahnspange eine präzise Korrektur der Zahnfehlstellung.

Lingualtechnik mit Incognito Brackets

Die Lingualtechnik erfordert einen aufwändigen Laborprozess und eine anspruchsvollere Patientenführung. Die Eingewöhnungszeit ist für den Patienten schwieriger als bei den üblichen festen Zahnspangen. Nach ca. 2 bis 4 Wochen sind diese ersten Schwierigkeiten beim Essen und Sprechen aber bei der Mehrzahl der Patienten verschwunden. Dann fällt der Außenwelt das Tragen einer festsitzenden Zahnspange nicht mehr auf.

Prinzipiell lassen sich viele Zahnfehlstellungen wie mit der herkömmlichen festen Zahnspange behandeln. Einige Ausnahmen gibt es aber dennoch. Der Erfolg ist in hohem Maße - wie bei anderen Techniken auch - von der konstanten Mitarbeit des Patienten abhängig.

Vorteil der Lingualtechnik: Die Selbstreinigung der Zähne ist an den Innenseiten der Zähne wirksamer als an den Außenflächen. Unschöne Entkalkungen des Zahnschmelzes können so verhindert werden. Patienten mit starken Entkalkungen oder Füllungen im Bereich der Zahnaußenflächen können also mit einem geringeren Risiko für weitere Zahnschäden dennoch mit festsitzender Technik behandelt werden.

Letztlich hat diese Methode jedoch ihren Preis. Die Lingualtechnik ist keine Kassenleistung. Bedingt durch den erhöhten und zusätzlichen labortechnischen Aufwand ist mit einer deutlich höheren Investition im Vergleich zu einer Behandlung mit einer sichtbaren Zahnspange zu rechnen.

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